Knut

Re: Knut

Beitragvon Katrin » 20. Mär 2011, 23:33

Und ich habe heute Mittag noch gesagt: schon erstaunlich das es keiner gefilmt/fotografiert hat. Und war eigentlich sehr froh darüber.
Und jetzt das... :motz:
Reine Geldmacherei und Sensationsgier.
Man sollte jedes Lebewesen in Würde sterben lassen. Pietät schadet da auch nicht!
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Re: Knut

Beitragvon Guni21 » 21. Mär 2011, 14:13

Ich finde auch nicht unbedingt, dass das was mit der Würde des Todes zu tun hat, wenn das jemand filmt.
Gehe mal davon aus, dass derjenige, als er filmte, nicht wußte, dass das 'Knuts letzte Sekunden waren !!

Ich habe überlegt, schau ichs mir an oder nicht ... ich habs angeschaut !

Wie er sich so dreht, da sieht man irgendwie schon, dass er was hat...so wie er das Hinterbein immer hochzog.

Natürlich hätte ich nicht gesagt, wenn ich das live so gesehen hätte, "Oh der stirbt gleich" aber jetzt im nachhinein.

Und seien wir doch mal ganz ehrlich ... es war klar, dass ein Video auftaucht !! Bei 700 / 800 Besuchern, die das gesehen haben sollen.

Und jeder ist eben nicht wie wir...damit müssen wir und leider auch alle Tiere im Zoo, leben !!


Leb wohl !! Knut !!!
Wer noch ein bissl mehr von mir erfahren und Bilder sehen möchte, der kann gerne hier mal schaun:
http://de.sevenload.com/mitglieder/Woelfin789/albums
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Re: Knut

Beitragvon Heike » 22. Mär 2011, 19:31

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Re: Knut

Beitragvon Claudia » 22. Mär 2011, 19:56

22.03.2011

Pressemitteilung ZOO Berlin 22.März 2011


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Nach dem Tod von Eisbär „Knut“ fand gestern am 21.03. im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung die Sektion des Tieres statt. Die ersten Untersuchungsergebnisse zeigen deutliche Veränderungen des Gehirns, die als Grund für den plötzlichen Tod des Eisbären angesehen werden können. Andere Organveränderungen wurden von den Pathologen nicht festgestellt. Weitergehende Untersuchungen (Bakteriologie, Histologie) werden noch mehrere Tage in Anspruch nehmen. Über das endgültige Ergebnis werden wir umgehend berichten.


Quelle: http://www.zoo-berlin.de/zoo/tiere-wiss ... -2011.html
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Re: Knut

Beitragvon Heike » 22. Mär 2011, 20:26

"Deutliche Veränderungen des Gehirns"? Was heißt das nun wieder? Sowas wie BSE? :?:
Bin mal gespannt, was dann endgültig als Todesursache angegeben wird.
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Re: Knut

Beitragvon Heike » 30. Mär 2011, 18:54

Knut starb weder an Mobbing noch an seinen Genen
Mittwoch, 30. März 2011 15:58

Die Gehirnerkrankung von Eisbär Knut war tödlich. Die Wissenschaftler stellten nun bei der Sektion fest, dass er auch ohne den Sturz ins Wasser in seinem Gehege verstorben wäre.

Eisbär Knut ist nicht an Stressfolgen und nicht an einem Gendefekt gestorben. Die Sektion im Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung hat in der Folge tödliche Erweiterung der Hirnwasserkammern ergeben. Knut starb bei einer Art Anfall schnell, war aber beim Sturz ins Wasser nicht sofort tot. Er hatte Wasser in der Lunge. Ertrinken war aber nicht die Todesursache.

Zoo-Direktor Bernhard Blaszkiewitz erhält an diesem Donnerstag im Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) alle Daten. Über eine vom IZW für Donnerstag erhoffte Pressekonferenz werde erst danach entschieden, sagte Blaszkiewitz. „Es ist doch klar: Wie und wann alles veröffentlicht wird, ist ganz allein unsere Sache“, betonte der Zoo-Direktor am Mittwoch. Experten aus dem wissenschaftlichen Institut ließen dagegen intern verlauten, dass ihr Interesse eine möglichst frühe und umfassende Unterrichtung sei.

Um die Ursache für das tragische Geschehen am Nachmittag des 19. März im Zoologischen Garten hatte es seit dem Tod des Publikumslieblings zahlreiche Spekulationen und eine emotionale Debatte unter den Knut-Fans in der ganzen Welt gegeben. Im Alter von nur vier Jahren war Knut in seinem Gehege urplötzlich aufgezuckt, hatte sich mehrmals im Kreis gedreht, war ins Wasser gestürzt und vor den Augen mehrerer hundert Besucher gestorben.

Das Tier hatte angesichts der schweren Gehirnerkrankung keine Überlebenschance. Die Druckverhältnisse im Gehirn seien so dramatisch verändert gewesen, dass das Tier unvermeidlich auch gestorben wäre, wenn es festen Boden unter den Füßen behalten hätte und nicht ins Wasser gestürzt wäre. Keine Hinweise wurden in der Analyse von Gehirnschnitten und in anderen Organen auf eine „Stress-Inflation“ gefunden.

Diese Spuren hätten sich zum Beispiel in den Nebennieren finden können. Zahlreiche Knut-Fans und Zoo-Besucher hatten über längere Zeit Kritik daran geübt, dass Knut von den drei Eisbärinnen Tosca, Nancy und Katjuscha „gemobbt“ worden sei. Auch klassische Gen-Defekte wurden nicht entdeckt.

Tierschutz-Organisationen hatten Vermutungen angestellt, die Todesursache sei eine mögliche Folge von Inzest. Von neun Eisbären, die Knut-Vater Lars gezeugt hat, sind sieben vorzeitig gestorben. Lars soll selbst aus einer Inzucht-Verbindung stammen. Die Wissenschaftler konnten auch keine Hinweise auf einen epileptischen Anfall als Grundursache entdecken.
Quelle: www.morgenpost.de/.../Knut-starb-weder-an-Mobbing-noch-an-seinen-Genen
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Re: Knut

Beitragvon Katrin » 30. Mär 2011, 22:35

Was betreibt Herr B. denn nun wieder für eine Informationspolitik? Wann und was herausgegeben wird bestimmt er?!

Ich finde den Artikel soweit sehr interessant als das einige Mäuler jetzt gestopft sein dürften.
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Re: Knut

Beitragvon Quiemo » 31. Mär 2011, 12:02

In wie weit ist denn ein Zoo verpflichtet, Informationen an die Öffentlichkeit heraus zu geben oder
Rechenschaft abzulegen, was im Zoo bzw. mit den Tieren passiert? Reicht da der Jahresbericht aus?
Wie detailliert muss dieser sein? Je nachdem, wie da die Vorgaben sind, könnte Herr B. mit seiner
Aussage sogar recht haben.

Eine andere Sache ist dann natürlich, wie die Öffentlichkeit mit einer Stillschweige-Politik umgeht.
Wenn keine Informationen heraus gegeben werden entstehen schnell Gerüchte. Ob die dann im Sinne
des Zoos sind..? So etwas schafft dann schnell Unmut und schadet dem Zoo eher, als das es ihm hilft.

Ich persönlich möchte eigentlich eher mehr als zu wenig Infos vom Zoo bekommen. Und wenn man die
Infos nicht direkt vom Zoo bekommt, dann helfen einem die Foren weiter.

Insbesondere bei Todesfällen finde ich die Informationspolitik von manchen Zoos nicht in Ordnung.
Wenn man nur auf Nachfrage ein paar knappe Infos bekommt... Krefeld ist da ein löbliches Beispiel,
das es auch anders geht. :daumen:
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Re: Knut

Beitragvon Claudia » 1. Apr 2011, 19:16

Erklärung des Vorstandes zum vorläufigen Sektionsbericht von Knut
Sehr geehrte Damen und Herren,

nachdem Knut, unser Eisbär am 19. März 2011 gestorben war, erfolgte eine sehr umfängliche und intensive Sektion durch das renommierte Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW). Gestern legte das Institut einen ersten vorläufigen Sektionsbericht vor, den wir zur Kenntnis nehmen konnten. Prof. Dr. Hofer teilte heute im Rahmen der hierzu einberufenen Pressekonferenz der Zoo AG Berlin mit, dass Knut in Folge einer massiven Gehirnentzündung tödlich erkrankt war. Es sei weder eine Missbildung auf Grundlage von Gendefekten entdeckt worden noch habe es Hinweise auf mögliche Stress-Symptome gegeben. Die Zerstörung im Gehirn sei vermutlich über viele Wochen und nach außen hin unbemerkbar erfolgt.

Knut war auch für uns etwas ganz Besonderes. Sein plötzlicher und unerwarteter Tod hat uns alle sehr betroffen gemacht. Knut hatte in Berlin, aber auch auf der ganzen Welt viele Freunde. Seine Handaufzucht und sein Heranwachsen haben die Menschen mit großer innerer Anteilnahme verfolgt. Deshalb können wir nachvollziehen, dass viele Menschen jetzt sehr traurig sind. Wir werden dem Gedenken für Knut einen Ort geben und ein Abbild des Kleinen Knut in Form einer Statue im Zoo Berlin aufstellen.

Für den Umgang mit dem Tierkörper gibt es rechtliche Rahmenbedingungen. Bei einem im Zoo lebenden Wildtier ist die EU-weit geltende Rechtslage so, dass der Tierkörper grundsätzlich gemäß den gesetzlichen Bestimmungen zu verwerten ist. Eine Ausnahme hiervon besteht beim Einsatz für wissenschaftliche Zwecke und zum Zwecke der sogenannten Taxidermie, mithin der Präparation, in hierfür zugelassenen Institutionen. Aufgrund unseres besonderen Forschungs- und Bildungsauftrags haben wir uns entschieden, auf Bitte des Museums für Naturkunde Berlin hin, diesem den Tierkörper von Knut zu geben. Diese Institution bietet wegen der dort vorhandenen herausragenden wissenschaftlichen Kompetenz, ihrer internationalen Bedeutung und des gesamtstaatlichen Interesses an ihren Forschungsarbeiten die größtmögliche Gewähr für einen würdevollen Umgang mit dem Tierkörper als Zeugnis der Evolution.
Die Botschaft, die durch Knut symbolisiert wurde, der Bedrohung seiner Art und ihrer natürlichen Lebensräume entgegenzuwirken, bleibt aktueller denn je.
Vorstand Zoologischer Garten Berlin AG


Für Fragen steht Ihnen gern Frau Claudia Bienek als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

Kontaktdaten:
Zoologischer Garten Berlin AG / Tierpark Berlin-Friedrichsfelde GmbH
Leiterin Unternehmenskommunikation / Pressesprecherin
Claudia Bienek
Hardenbergplatz 8
10787 Berlin
Tel.: +49 30 254 01 215
Fax: +49 30 254 01 228
Mobil: +49 175 26 30 020
E-Mail: c.bienek@zoo-berlin.de
www.tierpark-berlin.de ; www.zoo-berlin.de ; www.aquarium-berlin.de

Dr. Bernhard Blaszkiewitz / Direktor von Zoo und Tierpark Berlin
Gabriele Thöne / Vorstand
Hardenbergplatz 8
10787 Berlin
Tel.: +49 30 254 01 232
Fax: +49 30 254 01 255
E-Mail: info@zoo-berlin.de


Quelle: http://www.zoo-berlin.de/zoo/tiere-wiss ... -knut.html
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Re: Knut

Beitragvon Claudia » 1. Apr 2011, 19:18

1.04.2011 – Eine Gehirnentzündung war offenbar für den plötzlichen Tod von Eisbär Knut verantwortlich. Nach Angaben eines pathologischen Berichts des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW), habe die Entzündung „weite Teile des Gehirns und das Rückenmark“ des Eisbären geschädigt.
Der berühmte Berliner Eisbär Knut war an einer Gehirnentzündung erkrankt. Als er dann am 19. März im Berliner Zoo plötzlich ins Wasser stürzte, sei er ertrunken, sagte die leitende Pathologin des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW), Claudia Szentiks, am Freitag in Berlin unter Berufung auf das Sektionsergebnis. Die Entzündung habe „weite Teile des Gehirns und das Rückenmark“ geschädigt.

Die Entzündung, an der das Tier litt, war nach Angaben der Expertin sehr massiv und wäre für Knut „auf kurz oder lang“ tödlich ausgegangen, auch wenn er nicht ins Wasser gestürzt wäre. Zudem sei der Eisbär schon länger krank gewesen. Die Krankheit wurde vermutlich durch eine Virusinfektion ausgelöst. Der Erreger sei noch nicht identifiziert und könnte der „Wildtierforschung bisher noch unbekannt sein“, sagte die Veterinär-Pathologin.

Die Wissenschaftler schließen zudem nicht aus, dass auch die drei Eisbärinnen, mit denen Knut in einem Gehege zusammenlebte, infiziert sein könnten. Die Mitarbeiter des Zoos würden die Eisbärendamen weiter beobachten, sagte Zoodirektor Bernhard Blaszkiewitz. Bisher gebe es aber keine Anzeichen für eine Erkrankung.


Am aufwendigsten untersuchter Tierkadaver der Wildtierforschung
Die weiteren Untersuchungen des Tierkörpers in dem Institut könnten sich noch über Monate hinziehen, hieß es weiter. Spuren, die auf Stress des Eisbären hindeuten, seien bei der Untersuchung nicht entdeckt worden, betonte Szentiks. Knut sei „mit Sicherheit der am aufwendigsten untersuchte Tierkadaver in der Geschichte der Wildtierforschung“, fügt IZW-Direktor Heribert Hofer hinzu.

Der weltweit bekannte Eisbär war am Samstag vor zwei Wochen überraschend vor den Augen von Zoobesuchern gestorben. Zunächst hatte er sich mehrfach im Kreis gedreht, dann war er in das Wasserbecken des Geheges gestürzt. Bei ersten Untersuchungen im IZW waren bereits Veränderungen im Gehirn des Tieres festgestellt worden.

Derweil kritisierten Tierschützer unabhängig von den Ergebnissen der Sektion erneut die Haltung von Eisbären in Zoos. In Freiheit lebende Eisbären wandern Experten zufolge bis zu 100 Kilometer am Tag. Die Tierrechtsorganisation PETA berechnete indes, dass allen 34 Eisbären in deutschen Zoos nur gut 9.500 Quadratmeter zur Verfügung stünden. Dies entspreche der Rasenfläche rund um die Berliner Siegessäule.


Tierschützer fordern Ende der Eisbärenzucht für Zoos
Der Deutsche Tierschutzbund bestätigte diese Zahlen als „nicht unrealistisch“. Eine artgerechte Eisbärenhaltung in Zoos sei „nicht möglich“, sagte Tierschutzbund-Präsident Wolfgang Apel. Er warf Zoodirektor Blaszkiewitz vor, bereits wieder „ans Züchten und den nächsten Eisbären-Hype“ zu denken. Auch die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ forderte ein „Ende der Zuchtprogramme“.


Quelle: http://www.focus.de/panorama/vermischte ... 14342.html
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